Warum fühlen sich so viele Frauen mit ihren Beschwerden allein gelassen?

In Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren viel bewegt. Das Thema Menopause ist heute sichtbarer als noch vor einigen Jahren. Gleichzeitig besteht weiterhin eine Versorgungslücke. Was den meisten Frauen erst auffällt, wenn Sie davon betroffen sind.

 

Ein wesentlicher Punkt: Für die gesetzlich versicherte gynäkologische Versorgung gibt es bislang keine bundesweit etablierte eigene EBM-Abrechnungsposition speziell für ausführliche Wechseljahresberatung.

 

Genau diese Situation wurde auch politisch bereits thematisiert. Im Bundestag wurde bereits 2024 eine zusätzliche Abrechnungsziffer für die Beratung und Behandlung von Frauen mit menopausalen Beschwerden gefordert.

 

Das bedeutet nicht, dass Frauenärzte oder Frauenärztinnen keine Wechseljahresberatung durchführen können oder dürfen. Es bedeutet vielmehr, dass eine umfangreiche, strukturierte Beratung zu Wechseljahresbeschwerden, und insbesondere zur Perimenopause, im gesetzlichen Versorgungssystem bislang nicht durch eine eigene, bundesweit geltende Position abgebildet ist und somit nicht abrechnungsfähig ist.

Für ein komplexes Thema, das häufig Zeit für Anamnese, Aufklärung, gemeinsame Entscheidungsfindung und gegebenenfalls weitere Diagnostik benötigt, ist das eine wichtige strukturelle Herausforderung.

 

Unter dem Hashtag #wirsind9millionen macht eine deutschlandweite Kampagne darauf aufmerksam, dass sich aktuell etwa 9 Millionen Frauen im Alter zwischen 40 und 55 Jahren und damit in der Perimenopause oder Menopause befinden. Diese Zahl macht deutlich welche wirtschaftliche Bedeutung eine bessere gesundheitliche Versorgung und Beratung der Frauen in dieser Lebensphase hat. Denn darunter befinden sich Fachkräfte, Führungskräfte, Pflegepersonal, Lehrerinnen, pflegende Angehörige und Mütter, die eine tragende Rolle für eine funktionierende Gesellschaft haben. 

 

Ein weiteres Problem ist die anhaltende Verunsicherung durch die WHI Studie zur Hormonersatztherapie aus dem Jahre 2002. Da die Studie Risikoanstiege unter der Durchführung einer Hormonersatztherapie bei postmenopausalen Frauen zu Herzinfarkten, Thrombosen und Brustkrebs nachwies.  Als Folge kam es zu einem dramatischen Einbruch bei den Hormonverschreibungen, da die Studie die Hormonersatztherapie mit schweren gesundheitlichen Risiken verknüpfte. Heute weiß man, dass diese Studie fehlerhaft war. Die damals verwendeten synthetischen Hormone hatten zudem ein völlig anderes Risikoprofil als die heute verwendeten bioidentischen Hormone. Zudem nahmen überwiegend Frauen teil, die bereits mehr als 10 Jahre postmenopausal waren. Diese Studie führte dazu, dass Frauen in und nach der Menopause über 20 Jahre lang praktisch keine Hormonersatztherapie mehr verordnet wurde. 

 

 

Es gibt Bewegung

Auch in Deutschland entwickelt sich derzeit etwas.

 

In Bayern wird beispielsweise die W1-Wechseljahresberatung als strukturiertes ärztliches Beratungskonzept entwickelt. Das Projekt wird vom Bayerischen Gesundheitsministerium unterstützt und soll untersuchen, wie eine strukturierte Wechseljahresberatung in die Versorgung integriert werden kann.

 

Das zeigt: Die Bedeutung der Wechseljahre für die Gesundheit von Frauen wird zunehmend erkannt.

 

Eine bundesweit einheitliche, reguläre Abrechnungsposition für eine spezielle Menopausen Beratung ist daraus jedoch bisher noch nicht entstanden und viele Frauenärzte müssen sich Wissen selbst aneignen, da viele wichtige Themen zu dieser Lebensphase im Studium nur sehr begrenzt enthalten waren. Nicht jeder Frauenarzt ist deshalb aktuell bereits „up to date“. 

 

Warum Menopausen Coaching eine sinnvolle Ergänzung sein kann?

Eine medizinische Diagnostik und Behandlung gehört in die Hände von Ärzten und Ärztinnen. 

 

Doch zwischen Arztterminen entstehen häufig viele Fragen.

 

Was passiert gerade in meinem Körper? Sind meine Beschwerden möglicherweise mit der Perimenopause verbunden? Was kann ich selbst für Schlaf, Stress, Ernährung, Bewegung und Wohlbefinden tun? Welche Veränderungen sollte ich ärztlich abklären lassen? Wie kann ich mich auf ein Gespräch mit meinem Frauenarzt oder meiner Frauenärztin optimal vorbereiten? Welche Supplements können mich in dieser Lebensphase unterstützen?

 

Genau hier kann eine fundierte, individuelle Begleitung ansetzen.

 

Als ausgebildeter Femnetic Meno Expert und HPUandYou Coach möchte ich Frauen dabei unterstützen, ihren Körper besser zu verstehen, Veränderungen bewusst wahrzunehmen und ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten zu stärken.

 

Es geht um Aufklärung, Orientierung, Prävention und individuelle Begleitung – und darum , Frauen in dieser wichtigen Lebensphase Wissen und Selbstwirksamkeit zu geben. 

 

Du musst nicht einfach akzeptieren, dass du plötzlich schlecht schläfst, dich nicht mehr konzentrieren kannst, ständig erschöpft bist oder dich selbst nicht wiedererkennst. 

 

Du darfst Fragen stellen. Du darfst Dir Unterstützung holen.

Hinweis:
Diese Informationen dienen der Gesundheitsbildung und ersetzen keine ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Neue, starke, ungewöhnliche oder anhaltende Beschwerden sollten medizinisch abgeklärt werden. Eine individuelle Hormontherapie sollte ausschließlich nach ärztlicher Beratung und unter Berücksichtigung der persönlichen Nutzen-Risiko-Situation erfolgen. 

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