Über mich und meine Arbeit bei BB Meno
Ich bin Jahrgang 1979, verheiratet und Mutter eines Sohnes. Mit meiner Familie lebe ich in Regensburg und schätze die Verbindung von professioneller Arbeit und regionaler Verwurzelung.
Beruflicher Werdegang und Erfahrungsschwerpunkte
Seit über 25 Jahren arbeite ich in einer Krankenkasse. Gesundheit und das deutsche Gesundheitssystem prägen mein Berufsleben. Ich habe dort auch über viele Jahre in Führungspositionen gearbeitet und auch umfangreiche Erfahrungen im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements gesammelt. Bei BB Meno bringe ich diese langjährige Erfahrung gezielt ein, um Menschen kompetent zu begleiten und sie beim Umgang mit gesundheitlichen Fragestellungen zu unterstützen.
Trotzdem war ich auf das was mich mit Anfang 40 erwartete, nicht vorbereitet.
Als mein Körper plötzlich nicht mehr funktionierte
Mit etwa 43 Jahren begann sich mein Leben schleichend zu verändern. Ich litt unter massiver innerer Unruhe, schweren Schlafstörungen, Erschöpfung, depressiven Phasen und plötzlich auftretenden heftigen Herzrasen Attacken.
Ich suchte Hilfe und vertraute darauf, dass die Medizin eine Erklärung finden würde.
Doch hormonelle Ursachen wurden weder untersucht noch erkannt.
Stattdessen wurden meine Beschwerden von mehreren Fachärzten zunehmend auf die Psyche zurückgeführt, obwohl ich bereits damals oft erwähnte dass manche Symptome zyklisch auftreten. Im Laufe der Zeit bekam ich sogar die Diagnose ADHS. Ein verordnetes Ritalin bekam mir schon nach kurzer Zeit überhaupt nicht – für mich fühlte es sich an als würde es meinen ohnehin völlig aus dem Gleichgewicht geratenen Körper noch weiter aufdrehen.
Schließlich waren meine Schlafprobleme und das Herzrasen so gravierend, dass ich sogar im Krankenhaus behandelt werden musste.
An diesem Punkt war für mich klar: Ich muss selbst verstehen, was hier mit mir passiert.
Die Erkenntnis die alles verändert hat
Ich begann intensiv zu recherchieren – und stieß auf ein Thema, von dem ich bis dahin selbst kaum etwas wusste:
Perimenopause
Rückblickend ergaben viele meiner Beschwerden plötzlich ein völlig anderes Bild.
Bei mir zeigte sich unter anderem ein ausgeprägter Progesteronmangel, eine sogenannte relative Östrogendominanz bei gleichzeitig bereits niedrigen Östrogenwerten, zyklusabhängige Histaminprobleme wegen Mastzellaktivierung, sowie auffällige Nährstoffmängel. Es fiel auch auf, dass die Beschwerden, insbesondere das Herzrasen, so richtig Fahrt aufgenommen hatten, nach der ersten Corona Infektion 2022. Auch dieser Zusammenhang wurde bei keinem Arzt erkannt oder abgefragt.
Ich beschäftigte mich außerdem intensiv mit HPU (Hämopyrrollaktamurie), einer Stoffwechselbesonderheit, die bei Frauen nach meiner Erfahrung häufig übersehen wird. Auf Grundlage entsprechender Laborwerte war klar, bei mir liegt eine HPU vor und ich begann, gezielt an meinen Nährstoffmängeln zu arbeiten.
Weitere Bausteine meiner persönlichen Veränderung waren eine bioidentische Hormonersatztherapie, Maßnahmen zur Unterstützung des Darms und eine individuell abgestimmte Unterstützung der körpereigenen Entgiftungsprozesse.
Und Schritt für Schritt kam etwas zurück, dass ich schon fast verloren geglaubt hatte:
Ich fühlte mich wieder wie ich selbst.
Ich schlafe heute wieder gut. Die quälende innere Unruhe ist verschwunden, ich kann wieder histaminhaltige Nahrung zu mir nehmen und mein Körper fühlt sich wieder deutlich mehr in Balance an.
Meine Geschichte endet nicht bei mir
Während meiner eigenen Recherche stellte ich fest, dass mein Sohn – bei dem ADHS diagnostiziert wurde – ebenfalls ähnliche erhebliche Nährstoffmängel aufwies.
Wir begannen auch bei ihm, den Stoffwechsel genauer anzuschauen und eine HPU-bezogene Unterstützung umzusetzen. Seine Symptome haben sich seitdem deutlich verbessert.
Das hat meinen Blick auf Gesundheit noch einmal verändert.
Denn ich begann mich zu fragen: Wie viele Menschen leben mit Beschwerden, für die nie nach den eigentlichen Zusammenhängen gesucht wurde?
Und insbesondere bei Frauen hat mich eine Erkenntnis tief erschüttert: Wie wenig selbstverständlich es noch immer ist, hormonelle Veränderungen als mögliche Ursache vielfältiger Beschwerden mitzudenken.
Viele Frauen berichten mir von einer langen Odyssee durch Arztpraxen, von psychischen Diagnosen und Medikamenten – während die hormonelle Situation kaum betrachtet wurde.
Auch mir war diese Versorgungslücke trotz meiner langjährigen Tätigkeit im Gesundheitswesen nicht bewusst.
Genau hier möchte ich ansetzen
Meine eigene Erfahrung hat in mir den Wunsch geweckt, Frauen in dieser besonderen Lebensphase besser zu informieren und zu begleiten.
Deshalb habe ich mich bei der Femnetic Akademie zum Meno Expert ausbilden lassen. Zusätzlich habe ich die Ausbildung zum HPUandYou Coach absolviert, um Frauen mit HPU bzw. entsprechendem Verdacht auch bei diesem Thema fundiert begleiten zu können.
Dabei ist mir eines besonders wichtig:
- Ich behandle keine Krankheiten und ersetze keine Ärztin oder keinen Arzt.
- Mein Arbeit ist Beratung und Begleitung.
Ich möchte Frauen dabei unterstützen, ihren Körper und die Veränderungen in der Perimenopause besser zu verstehen, ihre Lebensweise an die neue Situation oder auch an eine ggf. bestehende HPU anzupassen und auf Grundlage aktueller, evidenzbasierter Informationen fundierte Entscheidungen für sich zu treffen. Gerade bei HPU möchte ich das Wissen von HPUandYou und meine eigenen Erfahrungen weitergeben, dass schon sehr vielen Menschen mit HPU zu neuer Lebensqualität verholfen hat.
Dabei schauen wir nicht nur auf einzelne Symptome, sondern möglichst auf das gesamte Bild: Lebenstil, Ernährung, Schlaf, Stress, hormonelle Veränderungen und – wenn entsprechende Hinweise bestehen – auch auf den Stoffwechsel und mögliche Nährstoffmängel.
Mein Ziel ist es, Zusammenhänge sichtbar zu machen, Wissen zu vermitteln und Frauen dabei zu unterstützen, wieder mehr Sicherheit im Umgang mit ihrem eigenen Körper zu gewinnen.
Denn ich weiß aus eigener Erfahrung: Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob man denkt, der eigene Körper spielt verrückt – oder ob man versteht, was gerade passiert. Und genau dieses Verständnis möchte ich weitergeben.
